Tim Stützle

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    • Sehe ich auch so.

      Aber drei Deutsche in der ersten Draftrunde wäre ein Novum und macht international aufmerksam. Gut für das deutsche Eishockey, denn nach Sturm, Seidenberg und Ehrhoff war es doch etwas ruhiger geworden. Mit Draisaitl, Kahun und bald Seider und Stützle bleibt man im Gespräch....
      Ein Theoretiker ist ein Mensch, der praktisch nur denkt.
    • Niederrheiner schrieb:

      Sehe ich auch so.

      Aber drei Deutsche in der ersten Draftrunde wäre ein Novum und macht international aufmerksam. Gut für das deutsche Eishockey, denn nach Sturm, Seidenberg und Ehrhoff war es doch etwas ruhiger geworden. Mit Draisaitl, Kahun und bald Seider und Stützle bleibt man im Gespräch....

      Ich denke diese Effekt gibt es nicht mehr, zudem sind Draisaitl und Kahun noch zu "frisch". Früher (vor 30 Jahren) waren deutsche Spieler überhaupt nicht auf dem Radar, im Draft bzw. Ausnahmen in der 6. Runde, bzw. die Scouts haben überhaupt nicht Richtung damals Junioren-Bundesliga geschaut. Das ist heute anders, die kennen -Dank Datenbanken und Youtube- inzwischen jeden noch so versteckten Bauernsohn in Miesbach, der einigermaßen Hockey spielen kann.

      Dennoch ist der diesjährige Draft höchstwahrscheinlich für Deutschland einzigartig mit evtl. 2 frühen Picks in der ersten Runde. Darüber kann man sich freuen bzw. sollte man auch. Aber das wird sich jetzt nicht regelmäßig wiederholen.
      "A good hockey player plays where the puck is. A great hockey player plays where the puck is going to be." - Wayne Gretzky
    • Pavel hat ja im Zuge der Diskussion um Reduktion der AL auch schon mal gesagt, dass der 2002er Jahrgang eine absolute Ausnahme ist.

      Aber jetzt genießen und in Zukunft beweisen, dass man auch in D Spieler mit NHL Format ausbilden kann - schönere Bestätigung für Jugendarbeit gibt es ja nicht
      Es gibt genau 10 Arten von Menschen. Die, die binär verstehen und die, die es nicht verstehen
    • Ein Besuch in der Halle des Krefelder Eislauf-Vereins, wo alles begann.

      Peter Kaczmarek sitzt in der Geschäftsstelle des Krefelder Eislauf-Vereins und blättert in einem alten Stadionheft. Der 68-Jährige schaut sich die Mannschaftsfotos an. Als er einen jungen Spieler erblickt, verfällt Kaczmarek sofort in Euphorie. „Da ist er, der Tim Stützle“, sagt der Krefelder. „Mein Gott, ich weiß noch, wie er als Vierjähriger mit seiner Mutter zu uns kam und gesagt hat, dass er Eishockey spielen möchte.“ Kaczmarek schaut seinen Trainerkollegen Elmar Schmitz an. Auch der gerät ins Schwärmen. „Ich hab den Tim ja auch ein paar Jahre trainiert“, sagt Schmitz. „Der hatte so eine Spielfreude und wollte nie runter vom Eis.“

      Der Junge, über den die beiden Männer reden, ist mittlerweile 18 Jahre alt, spielt für den deutschen Vorzeigeklub Adler Mannheim – und gehört zu den größten Eishockey-Talenten der Welt. In den nächsten Monaten veranstaltet die nordamerikanische Profiliga NHL wieder den sogenannten Draft.

      Das große Tamtam fällt für Stützle also aus. Er nimmt es allerdings gelassen. „Ich hatte mich natürlich darauf gefreut, die ganze Zeremonie vor Ort mitzuerleben“, sagt er. „Aber letztendlich ist mein großes Ziel, mich in der NHL zu etablieren. Da ist es egal, ob ich vor 14.000 Zuschauern ausgewählt werde oder das Ganze per Videoschalte im Kreis meiner Freunde erlebe.“ .... Auch Stützles ehemalige Jugendtrainer werden das Ereignis verfolgen. „Ich habe ja noch regelmäßig Kontakt zu Tim und will nun auch wissen, wo der Junge landet“, sagt Kaczmarek.

      Er spielt seit seiner Kindheit gern Fußball. Jahrelang war er in beiden Sportarten aktiv. Oft stand er am Wochenende erst für den SV Vorst auf dem Fußballplatz und später für den Krefelder EV auf dem Eis. Einmal lud ihn sogar Borussia Mönchengladbach zu einem Probetraining ein.
      „Mit zwölf oder dreizehn musste ich mich dann aber für eine Sportart entscheiden“, sagt Stützle. Seine Eltern legten viel Wert auf gute Leistungen in der Schule. Die sahen sie durch das Sportprogramm gefährdet. „Ich habe mich dann für Eishockey entschieden, das war wohl die richtige Wahl“, sagt Stützle lachend.

      Das können seine Jugendtrainer nur bestätigen. „Ich hab mir vor Kurzen mal ein Video mit seinen besten Szenen angeschaut“, sagt Kaczmarek. „Das ist unglaublich, was der Junge mit dem Puck alles anstellt.“ Elmar Schmitz nickt. „Und dann hat er noch diese starken läuferischen Fähigkeiten und eine sehr gute Übersicht“, ergänzt er.

      Bereits ein anderer Nachwuchsspieler aus Krefeld schloss in Übersee einst einen hoch dotierten Vertrag ab. Christian Ehrhoff erhielt 2012 bei den Buffalo Sabres einen Zehnjahresvertrag und bekam dafür 40 Millionen Dollar. „Er ist aber trotzdem immer ein bodenständiger Typ geblieben“, sagt Peter Kaczmarek, der auch Ehrhoff in der Jugend trainiert hat. Er trifft den ehemaligen Nationalspieler heute noch regelmäßig. Ehrhoff ist zurück an den Niederrhein gezogen – nach 789 NHL-Einsätzen.

      Wenn Stützle demnächst in der stärksten Eishockeyliga der Welt spielt, wollen auch Peter Kaczmarek und Elmar Schmitz dorthin reisen, um ihn anzufeuern. Und in Erinnerungen schwelgen, wie dieser flinke Angreifer einst vor ihnen stand und erzählte, er wolle Eishockey spielen.

      welt.de/regionales/nrw/article…-Eishockey-Nachwuchs.html

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Forstwalder ()

    • Dass wäre er denke ich. Stützle ist einfach ein Ausnahmetalent. Er hätte auch in Krefeld den Weg in die DEL gefunden. Ich kann mich an eine damalige PK entsinnen, da sprach FF im Zusammenhang mit Jugendförderung und Zusammenarbeit mit dem KEV81 u.a. von einem Ausnahmetalent in der Schülermannschaft. Er meinte Stützle und der war damals schon auf dem Radar.
      Was denken sie was in diesem Land los wäre, wenn mehr Menschen wüssten was in diesem Land los ist!